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Plasmaverfahren

Atmosphärendruckplasma und Niederdruckplasma

Künstlich erzeugtes Plasma kommt u.a. als physikalische Oberflächenvorbehandlungsmethode zum Einsatz. Neben „heißen“ Plasmen zum Plasmaschweißen oder Plasmaschneiden gelten diese Technologien als „kalte“ Plasmen. Hier unterscheidet man zwischen Niederdruckplasma (NDP) und Atmosphärendruckplasma (ADP). ADP-Anlagen sind typischerweise Geräte, die unter Normaldruckbedingungen in verschiedene Automatisierungslösungen integriert werden können und bei denen sich die Plasmakammer in einem Kopf befindet, der den zu bearbeitenden Bereich eines Bauteils abfahren kann. ADP-Systeme eignen sich ideal zur Integration in Fertigungslinien für industrielle Anwendungen zum Beispiel vor dem Aufbringen von Kleberaupen oder Flüssigdichtungen.

NDP sind Kammersysteme, in denen erst ein Unterdruck erzeugt wird und danach ein Prozessgas eingeschleust wird, das dann zu Plasma gezündet wird. Bei NDP-Anlagen werden die Bauteile in eine Kammer gelegt oder eingeschleust. In dieser Vakuumkammer kann das Plasma nahezu die komplette offenliegende Oberfläche inklusive Kavitäten eines Produkts erreichen und umspülen, während ADP Systeme punktuell eingesetzt werden und in ihrer Wirktiefe und -breite begrenzt sind.